Startschuss für das Gartenjahr

Sehnsüchtig schauen viele Gartenbesitzer seit Wochen durch ihre Terrassentür. Sie wollen endlich ihren von der Wintertristesse befreiten Garten genießen. Gärtner von Eden Josef Grütters aus Sonsbeck gibt einen Überblick, was Pflanzen zum Start in die neue Gartensaison brauchen.

Das frühe Frühjahr ist eine gute Zeit, um sich den eigenen Garten einmal gründlich – vielleicht auch gemeinsam mit einem Profi – anzuschauen. Der sieht, ob die Grundstruktur stimmt, wo Pflanzen schwächeln und welche Unterstützung sie brauchen.
 
Stauden
Hier steht zunächst der Rückschnitt an, sofern der nicht schon im Spätherbst erfolgt ist. Auch für das Teilen zu groß gewordener Exemplare ist jetzt die rechte Zeit.
 
Gehölze
Ebenfalls Zeit für die Schere. Wie bei den Stauden sollte das Thermometer nicht mehr viel und lange unter null Grad fallen, wenn es an den Gehölzschnitt geht. Allerdings sollte der vor dem ersten Austrieb erfolgen, bei Frühjahrsblühern sogar erst nach der Blüte. Sommerblüher wie Rose und Buddleja vertragen einen kräftigen Rückschnitt und treiben umso kräftiger aus.
 
Rasen
Unter den pflanzlichen Gartenbewohnern ist der Rasen eher ein Spätstarter. Er beginnt erst wieder zu wachsen, wenn der Boden dauerhaft etwa zehn Grad hat. Auf der Liste der Pflegeschritte zum Start in die neue Rasensaison sollten dann Vertikutieren, Aerifizieren, bei starker Moosbildung auch Kalken und Düngen stehen. Kahle Stellen nachsäen. Tipp: Beim ersten Schnitt sollte der Rasen nicht kürzer als vier Zentimeter gekappt werden.
 
Zwiebeln
Wenn der Rest des Gartens endlich durchstartet, ist ihre Zeit meist schon vorbei. Bleibt die Frage, wie man mit abgeblühten Narzissen und Tulpen umgehen soll. Gerade für Tulpen gilt: Die meisten Sorten sind keine Dauerblüher. Sie schwächeln im zweiten Jahr, manche kommen gar nicht wieder, andere nur mit kleinen Blüten. Wer dennoch versuchen möchte, die Zwiebeln fit für eine weitere Gartensaison zu machen, muss sie nach der Blüte düngen. Dann legen sie im Boden ihr Nährstoffdepot für die nächste Gartensaison an und teilen sich. Die meisten Narzissensorten sind da unkomplizierter. Auch sie freuen sich über eine Düngegabe nach der Blüte, strecken aber über viele Jahre getreulich wieder im Februar ihre Köpfe aus der Erde. Ein Ausgraben der Zwiebeln ist in der Regel nicht nötig.
 
Und das Laub?
Ist die Blüte vorbei, wird auch das Laub von Narzissen, Tulpen und Co. schnell unansehnlich. Doch sollte es nicht einfach abgeschnitten werden, weil es für die Nährstoffversorgung der Zwiebel wichtig ist. Erst wenn sich die Blätter ohne Kraftaufwand von der Zwiebel lösen lassen, kann das Laub entfernt werden.

Grütters

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